NEWS
Neues von der IBU, den Veranstaltungen, Verbänden, Athleten, Pressemitteilungen und mehr.

Russische Damen dominieren Sprintwettkämpfe

28.02.2009, Ufa / Jerry Kokesh
Kuzmina zum zweiten Mal innerhalb von sechs Tagen auf dem Treppchen
Vier russischen Frauen (und eine ehemalige Russin) bewiesen heute, dass das bestreiten von Wettkämpfen im Heimatland zu Höchstleistungen anregen kann. Sie dominierten sowohl in der Senioren- als auch in der Juniorenklasse bei den 7,5 km Sprintwettbewerben der Biathlon Europameisterschaften U 26.

Copyright IBU/Jerry Kokesh
Weitere Meldungen
Stimmungsvolle Eröffnungsfeier in Ufa
Stimmungsvolle Eröffnungsfeier in Ufa
Augenmerk auf den Stars der Zukunft
Die Anreise ist nur der halbe Spaß
Neue Assistentin der IBU Generalsekretärin

Das Stadion in Ufa war mit mehr als 10.000 Zuschauern, die jeden Schuss und jeden Schritt der russischen und ehemals russischen Athleten mit Jubel begleiteten, voll besetzt.


Sieg für Kuzmina


Anastasiya Kuzmina (geborene Shipulina) war vor einigen Jahren in der Juniorinnenkategorie für ihr Heimatland Russland sehr erfolgreich. Inzwischen für die Slowakei am Start, bestätigte sie heute ihre Silbermedaille vom WM-Massenstart am vergangenen Sonntag mit Gold bei den Biathlon Europameisterschaften U 26.


Der Sie von Kuzmina war allerdings kein einfaches Unterfangen Obwohl sie am Schießstand fehlerfrei blieb, gelang das auch den zweit- und drittplatzierten Iana Romanova und Anastasia Kuznetsova aus Russland. Der neue slowakische Star lief aber ein klein wenig schneller als ihre russischen Rivalinnen und nach insgesamt 22:53.1 Minuten über die Ziellinie, 21 Sekunden vor Romanova und 40.3 Sekunden vor Kuznetsova.


Gutes Schießergebnis half


Von den dreien musste nur Kuzmina mit der langen Anreise aus Korea und der Zeitumstellung fertig werden, welche die meisten Athleten aus Mitteleuropa beeinflusste. Bei der Pressekonferenz gab sie zu, dass die Reise sie ein wenig müde gemacht habe: "Nach dem zweiten Platz letzte Woche in Korea hatte ich drei Tage Pause, aber die lange Reise war sehr anstrengend. Zum Glück hat mir mein gutes Schießen zum Sieg verholfen, denn ich spürte die Auswirkungen der Reise und habe mir auf der Strecke schwer getan."


Bachmann zufrieden mit Platz vier


Ihre Aussage wurde von der viertplatzierten Tina Bachmann aus Deutschland bestätigt, die nach zwei Strafrunden 1:03.2 Minuten langsamer war als Kuzmina. Mit einem lächeln, aber dennoch müde aussehend, meinte sie: "Die Strecken waren in Ordnung, aber ich habe mich nicht so gut gefühlt weil ich in der letzten Nacht überhaupt nicht geschlafen habe. Beim Stehendschießen (wo sie sich ihre zwei Fehler leistete) habe ich mir große Sorgen gemacht, denn meine Beine zitterten, aber jetzt bin ich mit dem vierten Platz ziemlich zufrieden." Bachmanns Mannschaftskameradin Juliane Döll, die Führende im IBU-Cup, wurde nach drei Fehlern im Liegendschießen mit einem Rückstand von 1:31.5 Minuten siebente.


Vilukhina gewinnt Titel bei den Juniorinnen


In der Juniorinnenklasse lagen am Ende zwei junge Russinnen ganz vorne, die bei den Junioren Weltmeisterschaften in Canmore im letzen Monat nicht unter den Medaillengewinnerinnen waren. Olga Vilukhina, siebte beim Sprint in Canmore, gewann die Europameisterschaft in 23:52.2 Minuten. Die schnellsten drei Juniorinnen hatten jeweils einen Fehlschuss also fiel die Entscheidung auch hier auf der Strecke. Die zweitplatzierte Anastasia Kalina, achte im Sprint von Canmore, lag 58.8 Sekunden zurück.


Boillet gewinnt Bronze


Auch der dritte Platz ging eine Athletin, die in Canmore nicht auf dem Treppchen gestanden hatte, an Marine Boillet aus Frankreich, 1:19.6 Minuten hinter Vilukhina. Sie erklärte den Unterschied zwischen Canmore und ihrem Ergebnis von heute folgendermaßen: "Ich war mit meinem besten Ergebnis in Canmore, dem sechsten Platz im Einzelrennen, nicht zufrieden. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung und was die langen Reisen angeht habe ich viel gelernt, was mir heute dabei geholfen hat, die Bronzemedaille zu gewinnen."


Der vierte Platz ging an Anastasia Romanova, die Silbermedaillengewinnerin von Canmore, die bei drei Schießfehlern am Ende 1:37.7 Minuten zurück lag. Elisabeth Vogt aus Deutschland, in Canmore noch mit Bronze ausgezeichnet, gab einen Refrain wieder, der unter denen weit verbreitet war, die noch die Auswirkungen des mindestens zwölfstündigen Trips aus Deutschland vor gerade einmal zwei Tagen mit sich herumschleppten: "Es war heute sehr schwer da draußen. Ich bin immer noch sehr müde von der Reise und habe kaum geschlafen."


Links
Endergebnis Juniorinnen 7,5 km Sprint
Ergebnis Damen 7,5 km Sprint
Kontakt zum Autor