NEWS
Neues von der IBU, den Veranstaltungen, Verbänden, Athleten, Pressemitteilungen und mehr.

Die Anreise ist nur der halbe Spaß

26.02.2009, Ufa / Jerry Kokesh
Die Biathlon Europameisterschaften U 26 Tag 1
Aus Mitteleuropa zu den russischen Biathlonzentren zu gelangen ist nie wirklich einfach. Die Anreisen nach Ufa in dieser Woche und nach Khanty Mansiysk später in der Saison machen Flüge mit russischen Charterfluggesellschaften notwendig, denn Linienflüge zu diesen weit abseits gelegenen Orten sind entweder sehr selten, oder es gibt sie gar nicht.

Copyright IBU/Jerry Kokesh
Weitere Meldungen
Neue Assistentin der IBU Generalsekretärin
Trainerehepaar im Weltcup: Nadia Bilova und R...
Zaitseva holt im Massenstart zweites Gold
WM-Abschluss: Norwegen holt Staffel-Gold bei ...

Geplanter Flug aus München


 Der Charterflug von München nach Ufa, Baschkortostan, war für den 25. Februar um 16:00 Uhr geplant. Mit der vierstündigen Zeitverschiebung und dem vierstündigen Flug hätte das eine Ankunft um sechs Uhr Morgens mit sich gebracht, wenn alles nach Plan verlaufen wäre. Am 24. Februar gegen 17:00 Uhr gab es erste Anzeichen von Komplikationen, als die, die für den Flug vorgesehen waren darüber informiert wurden, dass der Flug von Salzburg aus starten würde und dass man die Passagiere mit Bussen nach Salzburg bringen würde. Einige der Mannschaften begaben sich daraufhin direkt nach Salzburg und warteten, als gegen 15:00 Uhr (der Abflug war inzwischen um eine Stunde verschoben worden) eine weitere Planänderung bekannt wurde. Der Flug sollte nun von Linz abgehen! Busse würden nun auch nach Salzburg kommen, um die Wartenden abzuholen.


Flug aus Linz


 Mannschaften aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden, der Slowakei und Frankreich begannen damit, die Busse mit der enormen Mengen an Skisäcken, Gewehren, Wachsmaterial und persönlichen Gepäckstücken zu beladen. Bald wurde deutlich, dass für das ganze Gepäck nicht ausreichend Platz war. Deswegen musste das französische Team erneut seine Vans beladen und folgte den Bussen auf der zweistündigen Fahrt. Die Abwicklung des Gepäckberges durch das Bodenpersonal in Linz war effizient, und um 20:00 Uhr stand der Abflug unmittelbar bevor. Dann, um 21:00 Uhr, gab es eine neue Durchsage: leider ging es aber um einen Flug nach Düsseldorf.


 Skisäcke, keine Passagiere


Etwa 180 müde, hungrige Leute wurde in einen kleinen Aufenthaltsraum gebracht. Einige saßen auf dem Boden, andre standen, einige spielten Karten während andere versuchten, zu schlafen. Schließlich, um 22:05, hieß es 'Los geht´s' und Beifall ertönte im Inneren der Tupolew-Maschine. Alle Sitze waren besetzt und wegen der großen Menge an Gepäck war auch eine Toilette mit Taschen gefüllt und sechs Sitzreihen waren abgebaut, um Skitaschen unterbringen zu können. Nach vier Stunden, etwas Essen und ein wenig rastlosem Schlaf führte die Landung zu einem erneuten Beifallssturm. Für einige waren inzwischen 13 Stunden vergangen, seit sie in München oder Salzburg zu ihrer "vierstündigen" Reise eingetroffen waren.


Überraschenderweise war die Reise aber damit noch nicht zu Ende. Die Einreise nach Russland ist effizient aber zeitaufwändig. Die Grenzbeamten waren sehr freundlich arbeiteten so schnell, wie sie konnten. Unglücklicherweise brauchten einige Leute trotzdem mehr als eine Stunde, bis sie zur Gepäckausgabe kamen. Aber das machte keinen Unterschied, denn das Gepäck kam nur stückweise an - erst fünf Teile, zehn Minuten später weitere fünf Teile und so weiter. Bis zum Schichtwechsel um 7:30 Uhr, als alles für 30 Minuten stoppte. Dreieinhalb Stunden nach der Landung machten sich die todmüden Athleten und Betreuer endlich auf den Weg zu ihren Hotels.


 "Alles wird gut"


 Der Assistierende Renndirektor der IBU, Ventzeslav Iliev arbeitete während der Ankunft hart daran, den gesamten Vorgang zu beschleunigen, aber insgesamt war der Prozess einfach langsam. Als der frustrierte Iliev, immer im Einklang mit den Verzögerungen und Änderungen, den Flughafen verließ meinte er aber zuversichtlich: "Der schwierige Teil ist vorbei. Von jetzt an wird alles gut. Alles ist gut vorbereitet."


Erholung und Training


 Nach dem Frühstück und ein wenig Ruhe wich langsam die Müdigkeit. Am Nachmittag begaben sich dann langsam zunächst die Trainer und Techniker, danach Athleten ins Stadion, das für die Wettkämpfe schon jetzt perfekt vorbereitet war. Ein bisschen Training an einem sonnigen, wenn auch kalten, Nachmittag war das perfekte Heilmittel gegen die verbreitete Müdigkeit von Geist und Körper. Die Strapazen der langen Reise verblassten langsam. Die Eröffnungsfeier auf dem Leninplatz in Ufa stand kurz bevor.


 Iliev hatte recht behalten. Alles an diesem abgelegenen Ort ist gut vorbereitet, und nach dem Marathontrip nach Ufa wird die Durchführung der Wettkämpfe wirklich einfach erscheinen.


 


 


 


 


 


 


 


 


Links
Kontakt zum Autor